Sprachförderung durch digitale Werkzeuge
Digitale Medien und MINT-Impulse so einsetzen, dass Kinder erzählen, zuhören, vermuten, beschreiben und ihre eigene Stimme entdecken.
Sprache wächst, wenn Kinder etwas zu erzählen haben.
Digitale Werkzeuge können Kinder zum Sprechen bringen – wenn sie nicht konsumieren, sondern selbst gestalten. Ein aufgenommenes Geräusch, ein sprechendes Foto, eine Robotergeschichte oder die Dokumentation eines Experiments schaffen echte Gesprächsanlässe.
In dieser Fortbildung lernen Fachkräfte, wie sie Aufnahmegeräte, Tablets, Kameras, einfache Story- und Audiowerkzeuge sowie programmierbare Materialien gezielt für die alltagsintegrierte Sprachbildung nutzen können. Die Teilnehmenden bauen, probieren, dokumentieren und erzählen dabei selbst.
Dabei bleibt die pädagogische Beziehung zentral: Die Technik unterstützt Zuhören, Dialog, Wortschatz, Erzählen und Beteiligung – sie ersetzt weder das gemeinsame Spiel noch das persönliche Gespräch.
Sprache fördern, ohne sie aus dem Alltag herauszulösen.
Die Methoden verbinden sprachliche Ziele mit Neugier, Bewegung, Geschichten, Technik und kreativem Gestalten. Kinder erleben Sprache dabei als Werkzeug, mit dem sie etwas bewirken und anderen etwas mitteilen können.
Erzählen & Wortschatz
Erlebnisse strukturieren, Naturphänomene in Geschichten einbetten und neue Wörter in bedeutsamen Zusammenhängen verwenden.
Zuhören & Laute
Klang, Geräusche und Stimmen unterscheiden, genau hinhören und phonologische Bewusstheit spielerisch anbahnen.
Mehrsprachigkeit
Familiensprachen sichtbar und hörbar machen, ohne Kinder auf sprachliche Defizite zu reduzieren.
Beteiligung stärken
Kinder entscheiden über Themen, Rollen, Aufnahmen und Präsentationen und erleben ihre Stimme als wirksam.
Beschreiben & erklären
Beim Bauen, Experimentieren und Programmieren Begriffe für Kraft, Bewegung, Muster und Ursache entwickeln.
Werkzeuge bewusst wählen
Digitale Medien passend zum Sprachziel, zum Entwicklungsstand und zur konkreten Gruppe einsetzen – in guter Balance mit analogen Erfahrungen.
Von der Idee zum sprachaktiven Mini-Projekt.
Die Teilnehmenden testen ausgewählte Methoden selbst und entwickeln daraus eine kleine, realistische Aktivität für ihre Gruppe. Technische und naturwissenschaftliche Themen werden als Anlass zum Beschreiben, Vermuten, Erklären und gemeinsamen Problemlösen genutzt.
Fachlicher Rahmen, Werkstatt und konkrete Praxisideen.
Der Tag verbindet Grundlagen der Sprachentwicklung mit aktivem Erproben. Die eingesetzten Werkzeuge bleiben einfach, überschaubar und pädagogisch begründet. Pausen, Snacks und Getränke sind inklusive.
Ankommen und Sprachalltag betrachten
Wo sprechen Kinder viel, wo bleiben Stimmen ungehört und welche Rolle spielen Medien bereits?
Grundlagen wirksamer Sprachförderung
Dialog, Wortschatz, Erzählen, Zuhören und Mehrsprachigkeit im alltagsintegrierten Blick.
Digitale Sprach- und MINT-Werkstatt
Audio, Foto, Storytelling, Robotik und Making praktisch ausprobieren und auf ihr sprachbildendes Potenzial prüfen.
Vom Werkzeug zum pädagogischen Ziel
Methoden auswählen, analog und digital sinnvoll verbinden und an Alter, Gruppe, Mehrsprachigkeit und Alltag anpassen.
Eigenes Mini-Projekt entwickeln
Eine konkrete Aktivität planen und mit Feedback für die Umsetzung in der Einrichtung schärfen.
Ende der Fortbildung
Mit erprobten Werkzeugen, Methodenkarten und einem realistischen nächsten Schritt.
Das Werkzeug folgt dem Sprachziel – nicht umgekehrt.
Leitung: Christian Schreck – Erzieher, Medienpädagoge, InsoFa, Fachkraft für Kinderschutz und Student der Sozialen Arbeit.
Im Mittelpunkt stehen keine Appsammlungen und keine technische Show. Entscheidend ist, ob ein Werkzeug Kinder ins Gespräch bringt, eigene Ausdruckswege eröffnet und die Fachkraft beim Beobachten und Begleiten unterstützt.
Datenschutz, das Recht am eigenen Bild, ein achtsamer Umgang mit Aufnahmen sowie eine transparente Elternkommunikation werden als selbstverständliche Qualitätsmerkmale mitgedacht.
Alle wichtigen Fortbildungsdaten.
Eine kompakte Tagesfortbildung für Fachkräfte, die digitale Werkzeuge sprachfördernd, kreativ und verantwortungsvoll nutzen möchten.
Digitale Werkzeuge nutzen.
Kinderstimmen stärken.
Für Fachkräfte, die Sprachförderung lebendig, partizipativ und nah an den Interessen der Kinder gestalten möchten.
