Zwei Erwachsene tauschen sich bei gemeinsamer Arbeit aus.
Onlinefortbildung · 14.05.2027

Soziale Gewalt in pädagogischen Einrichtungen

Abwertung, Beschämung und Ausgrenzung erkennen und fachlich handeln: Sie reflektieren Alltagssituationen, üben klare Interventionen und entwickeln Vereinbarungen für eine respektvolle pädagogische Praxis.

Zwei Erwachsene tauschen sich bei gemeinsamer Arbeit aus.
14.05.2027Termin
8 UEDauer
39 €Teilnahmebeitrag
OnlineFormat / Ort
Die Fortbildung

Verstehen. Erproben.
Im Alltag anwenden.

Verletzendes Verhalten zeigt sich nicht nur in offenen Auseinandersetzungen. Auch Sprache, Routinen, Machtgefälle und der Umgang mit Überlastung können Kinder und Erwachsene beeinträchtigen. Wir betrachten konkrete Situationen mit Blick auf Kinderrechte, professionelle Verantwortung und Handlungsmöglichkeiten der Einrichtung.

Sie arbeiten mit kurzen fachlichen Impulsen, eigener Erprobung und kollegialem Feedback. Jede Praxisphase wird mit einer Frage zur Umsetzung in Ihrer Einrichtung verbunden.

Themen und Lernziele

Das steckt in
dieser Fortbildung.

Sie erweitern Ihr Fachwissen und erproben konkrete Handlungsmöglichkeiten. Die Schwerpunkte werden mit Erfahrungen und Fragen aus Ihrer Praxis verbunden.

Wahrnehmung

Verletzungen erkennen

Grenzverletzungen, Konflikte und strukturelle Belastungen an Beispielen unterscheiden, ohne vorschnelle Diagnosen oder Etiketten zu vergeben.

Macht

Erwachsenenrolle reflektieren

Regeln, Zuschreibungen und Entscheidungsmacht im Alltag überprüfen und respektvolle Alternativen entwickeln.

Intervention

Klar und ruhig handeln

Unterbrechende Sätze, Schutz des betroffenen Kindes und anschließende Klärung in einer sicheren Übungssituation erproben.

Team

Beobachtungen ansprechen

Konkrete Wahrnehmungen beschreiben, Rückmeldungen geben und Verantwortlichkeiten mit Leitung und Träger klären.

Prävention

Beteiligung ermöglichen

Beschwerdewege, verlässliche Regeln und Mitbestimmung so gestalten, dass sie im Tagesablauf tatsächlich nutzbar sind.

Transfer

Schutzstrukturen stärken

Die Ergebnisse mit dem bestehenden Schutzkonzept verbinden und überprüfbare nächste Schritte vereinbaren.

Eine Gruppe arbeitet gemeinsam an einer Aufgabe am Tisch.
Praxiswerkstatt statt Frontalvortrag

Selbst ausprobieren.
Eigene Wege entwickeln.

  • Situationskarten sortierenAlltagsszenen auf Verletzungen, Machtgefälle und Handlungsbedarf prüfen und unterschiedliche Einschätzungen besprechen.
  • Interventionssätze übenIn kurzen Rollenspielen eine Situation stoppen und den Schutz der betroffenen Person priorisieren.
  • FeedbackgesprächEine konkrete Beobachtung im kollegialen Gespräch ansprechen und Rückmeldungen zur Wirkung erhalten.
  • Alltagsroutine umgestaltenEine belastende Routine analysieren und eine respektvolle, beteiligungsorientierte Alternative planen.
Ihr Gewinn für die Praxis

Was Sie konkret
mitnehmen.

Sie gehen mit selbst erarbeiteten Ergebnissen und einer konkreten Umsetzungsidee in Ihre Einrichtung zurück.

Ein Beobachtungsraster für verletzendes Verhalten im Alltag
Erprobte Formulierungen für Intervention und Rückmeldung
Eine überarbeitete Alltagssituation mit Beteiligungsmöglichkeiten
Einen Maßnahmenentwurf mit klaren Verantwortlichkeiten
Der Fortbildungstag

Ein klarer Rahmen.
Viel Raum für Praxis.

Beispielhafter Tagesablauf: 7 UE à 45 Minuten Lernzeit plus insgesamt 45 Minuten Pause. Die Reihenfolge kann an Fragen und Arbeitsprozesse der Gruppe angepasst werden.

Ankommen und Praxisfragen sammeln

Erfahrungen und Erwartungen sichtbar machen. Ein aktivierender Einstieg führt in das Thema und bildet die Grundlage für Ihre persönliche Lernfrage.

Haltung, Begriffe und Alltagssituationen

Wir klären Unterschiede zwischen Konflikt und verletzendem Verhalten und reflektieren die eigene Position als erwachsene Bezugsperson.

Pause

Zeit für Bewegung und informellen Austausch.

Fallwerkstatt: erkennen und unterbrechen

Sie analysieren fiktive Szenen und üben schützende Interventionen. Die Gruppe prüft Verständlichkeit, Wirkung und mögliche nächste Schritte.

Mittagspause

Zeit zum Essen, Erholen und Abstandgewinnen.

Teamwerkstatt: Sprache, Routinen und Beschwerden

Sie bearbeiten eine Routine oder einen Gesprächsfall und entwickeln passende Alternativen und Wege zur kollegialen Rückmeldung.

Ergebnisse testen und kollegial beraten

Sie stellen Ihren Arbeitsstand vor, erhalten gezieltes Feedback und überarbeiten Ihr Ergebnis. Unterschiedliche Lösungen und offene Fragen werden gemeinsam besprochen.

Schutzkonzept und verbindlicher Transfer

Die Ergebnisse werden mit den vorhandenen Strukturen verbunden. Sie planen, wer welche Frage im Team, mit Leitung oder Träger aufgreift.

Begleitung und Voraussetzungen

Fachlich begleitet.
Gemeinsam weiterdenken.

Leitung: Christian Schreck · Staatlich anerkannter Erzieher und Bildungsreferent.

Interesse am Thema und Bereitschaft zum gemeinsamen Ausprobieren. Eigene Praxisfragen sind willkommen. Für die Teilnahme benötigen Sie eine stabile Internetverbindung, einen Computer oder ein Tablet sowie Kamera und Mikrofon. Materialhinweise erhalten Sie vorab.

Die Fortbildung richtet sich an pädagogische Fachkräfte, Kita-Leitungen und Mitarbeitende in frühpädagogischen Arbeitsfeldern.

Auf einen Blick

Alle wichtigen
Fortbildungsdaten.

Fachliche Impulse, gemeinsame Erprobung und ein konkreter Transfer in Ihre pädagogische Praxis.

TerminFreitag, 14.05.2027
Zeit09:00–15:00 Uhr
Dauer7 UE à 45 Minuten · 45 Minuten Pause
FormatOnlinefortbildung
Ort / TeilnahmeOnline · Teilnahme über Computer oder Tablet
Beitrag39 € pro Person
ZielgruppePädagogische Fachkräfte

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