Lernbereiche: gestalten, ermöglichen und begleiten
Räume so gestalten, dass Kinder selbst beginnen können: Sie untersuchen Materialangebote, entwerfen einen Lernbereich und erproben, wie Zugänglichkeit, Ordnung und pädagogische Begleitung zusammenwirken.

Verstehen. Erproben.
Im Alltag anwenden.
Ein guter Lernbereich braucht nicht zwangsläufig mehr Ausstattung. Entscheidend ist, was Kinder dort selbstständig tun, entscheiden und verändern können. Sie betrachten den Raum aus Kinderperspektive und entwickeln eine umsetzbare Veränderung für einen vorhandenen Bereich.
Sie arbeiten mit kurzen fachlichen Impulsen, eigener Erprobung und kollegialem Feedback. Jede Praxisphase wird mit einer Frage zur Umsetzung in Ihrer Einrichtung verbunden.
Das steckt in
dieser Fortbildung.
Sie erweitern Ihr Fachwissen und erproben konkrete Handlungsmöglichkeiten. Die Schwerpunkte werden mit Erfahrungen und Fragen aus Ihrer Praxis verbunden.
Räume lesen
Sichtbarkeit, Erreichbarkeit, Wege und Rückzugsmöglichkeiten anhand von Skizzen und Beispielen untersuchen.
Einladungen schaffen
Offene Materialien auswählen, übersichtlich präsentieren und ihre möglichen Bildungsanlässe praktisch testen.
Teilhabe mitdenken
Greifhöhe, Orientierung, Reizniveau und unterschiedliche Ausdrucks- und Handlungsmöglichkeiten prüfen.
Nutzung verstehen
Beobachtungen von Bewertungen trennen und erkennen, was Kinder im Raum tatsächlich tun und benötigen.
Freiraum und Verlässlichkeit
Regeln und Unterstützungsformen entwickeln, die selbstständige Entscheidungen ermöglichen und Sicherheit geben.
Klein anfangen
Einen Bereich mit vorhandenen Mitteln verändern, Verantwortlichkeiten klären und die Wirkung anschließend beobachten.

Selbst ausprobieren.
Eigene Wege entwickeln.
- Raumspaziergang auf PapierEine Raumskizze aus Kinderperspektive durchgehen und Barrieren sowie ungenutzte Möglichkeiten markieren.
- MaterialarrangementAus einer begrenzten Auswahl eine Einladung zum Forschen, Bauen oder Gestalten aufbauen und gegenseitig testen.
- Prototyp im ModellEinen Lernbereich als Tischmodell oder Skizze entwickeln und mit Blick auf Wege, Sicht und Zugänglichkeit prüfen.
- VeränderungsplanEine kleine Umgestaltung mit Material, Zuständigkeit, Kinderbeteiligung und Beobachtungsfrage planen.
Was Sie konkret
mitnehmen.
Sie gehen mit selbst erarbeiteten Ergebnissen und einer konkreten Umsetzungsidee in Ihre Einrichtung zurück.
Ein klarer Rahmen.
Viel Raum für Praxis.
Beispielhafter Tagesablauf: 7 UE à 45 Minuten Lernzeit plus insgesamt 45 Minuten Pause. Die Reihenfolge kann an Fragen und Arbeitsprozesse der Gruppe angepasst werden.
Ankommen und Praxisfragen sammeln
Erfahrungen und Erwartungen sichtbar machen. Ein aktivierender Einstieg führt in das Thema und bildet die Grundlage für Ihre persönliche Lernfrage.
Kinderperspektive und Bildungsgelegenheiten
An Raumbeispielen klären wir, welche Handlungen eine Umgebung ermöglicht und welche Kinder durch sie eingeschränkt werden können.
Pause
Zeit für Bewegung und informellen Austausch.
Hands-on: Material und Zugänglichkeit
Sie bauen Materialeinladungen auf, testen sie gegenseitig und überarbeiten Ordnung, Erreichbarkeit und Verständlichkeit.
Mittagspause
Zeit zum Essen, Erholen und Abstandgewinnen.
Planungswerkstatt: einen Lernbereich gestalten
Sie entwickeln einen Raumprototyp und berücksichtigen dabei Wege, Rückzug, Aufsicht und unterschiedliche Bedürfnisse.
Ergebnisse testen und kollegial beraten
Sie stellen Ihren Arbeitsstand vor, erhalten gezieltes Feedback und überarbeiten Ihr Ergebnis. Unterschiedliche Lösungen und offene Fragen werden gemeinsam besprochen.
Kinder beteiligen und Veränderungen auswerten
Sie planen die Beteiligung der Kinder, legen eine kleine erste Maßnahme fest und entwickeln Kriterien für ihre spätere Überprüfung.
Fachlich begleitet.
Gemeinsam weiterdenken.
Leitung: Christian Schreck · Staatlich anerkannter Erzieher und Bildungsreferent.
Interesse am Thema und Bereitschaft zum gemeinsamen Ausprobieren. Eigene Praxisfragen sind willkommen. Technische Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Hinweise zu mitzubringenden Materialien werden vorab abgestimmt.
Die Fortbildung richtet sich an pädagogische Fachkräfte, Kita-Leitungen und Mitarbeitende in frühpädagogischen Arbeitsfeldern.
Alle wichtigen
Fortbildungsdaten.
Fachliche Impulse, gemeinsame Erprobung und ein konkreter Transfer in Ihre pädagogische Praxis.
Vertiefung und Quellen
- Stiftung Kinder forschen: Forschendes Lernen
- Institut Kinderwelten: Vorurteilsbewusste Lernumgebung
- Schön, Ebner und Narr (Hrsg., 2016): Making-Aktivitäten mit Kindern und Jugendlichen. Methodische Anregungen wurden für die Fortbildung mit Kita-Fachkräften angepasst. CC BY 3.0 DE; beim Raumprototyp zusätzlich: Zwetana Penova, Design Thinking für Maker-Projekte.
Impulse mitnehmen.
Praxis gestalten.
Zahlungsart: Rechnung

