Familien im Blick: Bildungsarbeit mit Familien in herausfordernden Lebenslagen
Teilhabe ermöglichen, ohne Familien zu beschämen: Sie bearbeiten konkrete Situationen rund um Ausflüge, Kosten und Kommunikation und entwickeln Lösungen, die allen Kindern Bildungsgelegenheiten eröffnen.

Verstehen. Erproben.
Im Alltag anwenden.
Finanzielle Belastungen, fehlende Zeit oder schwer zugängliche Informationen können die Beteiligung von Familien erschweren. Die Fortbildung schaut auf die Bedingungen der Einrichtung und auf veränderbare Barrieren. Am Beispiel eines kostenpflichtigen Ausflugs entwickeln Sie Alternativen, die Kinder beteiligen und Familien respektvoll einbeziehen.
Sie arbeiten mit kurzen fachlichen Impulsen, eigener Erprobung und kollegialem Feedback. Jede Praxisphase wird mit einer Frage zur Umsetzung in Ihrer Einrichtung verbunden.
Das steckt in
dieser Fortbildung.
Sie erweitern Ihr Fachwissen und erproben konkrete Handlungsmöglichkeiten. Die Schwerpunkte werden mit Erfahrungen und Fragen aus Ihrer Praxis verbunden.
Vorschnelle Urteile vermeiden
Beobachtungen und Zuschreibungen auseinanderhalten und die unterschiedlichen Ressourcen von Familien berücksichtigen.
Barrieren sichtbar machen
Kosten, Termine, Sprache und Anmeldewege aus Familienperspektive prüfen und mögliche Ausschlüsse erkennen.
Ausflüge ermöglichen
Ein Vorhaben so umplanen, dass gemeinsame Bildungserfahrungen erhalten bleiben und Kinder nicht wegen der Kosten ausgeschlossen werden.
Würde und Vertrauen
Einladungen und Gespräche verständlich, vertraulich und ohne beschämende Nachfragen gestalten.
Unterstützung erschließen
Passende lokale Ansprechstellen und mögliche Unterstützungswege sammeln; Zuständigkeiten und Zugang vor Ort prüfen.
Veränderung vereinbaren
Eine konkrete Maßnahme mit Verantwortlichkeit, Rückmeldung und Überprüfungstermin entwickeln.

Selbst ausprobieren.
Eigene Wege entwickeln.
- BarrierencheckEine fiktive Einladung und einen Anmeldeweg aus verschiedenen Familienperspektiven durchgehen.
- AusflugswerkstattEin kostenpflichtiges Angebot mit mehreren tragfähigen Varianten neu planen, statt es pauschal abzusagen.
- GesprächsübungEin sensibles Gespräch zu Beteiligung und Kosten führen und auf respektvolle Formulierungen achten.
- NetzwerkkarteEinrichtung, Träger und lokale Unterstützungsmöglichkeiten in einer übersichtlichen Karte verbinden.
Was Sie konkret
mitnehmen.
Sie gehen mit selbst erarbeiteten Ergebnissen und einer konkreten Umsetzungsidee in Ihre Einrichtung zurück.
Ein klarer Rahmen.
Viel Raum für Praxis.
Beispielhafter Tagesablauf: 7 UE à 45 Minuten Lernzeit plus insgesamt 45 Minuten Pause. Die Reihenfolge kann an Fragen und Arbeitsprozesse der Gruppe angepasst werden.
Ankommen und Praxisfragen sammeln
Erfahrungen und Erwartungen sichtbar machen. Ein aktivierender Einstieg führt in das Thema und bildet die Grundlage für Ihre persönliche Lernfrage.
Lebenslagen, Haltung und Teilhabe
Wir reflektieren Zuschreibungen und untersuchen, an welchen Stellen die Organisation von Angeboten Familien unbeabsichtigt ausschließt.
Pause
Zeit für Bewegung und informellen Austausch.
Hands-on: Barrieren prüfen und Angebote umplanen
Sie bearbeiten eine Einladung und entwickeln verschiedene Lösungen für einen kostenpflichtigen Ausflug.
Mittagspause
Zeit zum Essen, Erholen und Abstandgewinnen.
Gesprächswerkstatt und Netzwerkarbeit
Sie erproben respektvolle Gespräche und sammeln verlässlich zu prüfende Unterstützungswege mit passenden Ansprechpersonen.
Ergebnisse testen und kollegial beraten
Sie stellen Ihren Arbeitsstand vor, erhalten gezieltes Feedback und überarbeiten Ihr Ergebnis. Unterschiedliche Lösungen und offene Fragen werden gemeinsam besprochen.
Entscheidungen und Transfer
Die Gruppen prüfen ihre Vorschläge auf Würde, Zugänglichkeit und Aufwand. Sie planen eine erste Veränderung mit Zuständigkeit und Rückmeldung.
Fachlich begleitet.
Gemeinsam weiterdenken.
Leitung: Christian Schreck · Staatlich anerkannter Erzieher und Bildungsreferent.
Interesse am Thema und Bereitschaft zum gemeinsamen Ausprobieren. Eigene Praxisfragen sind willkommen. Technische Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Hinweise zu mitzubringenden Materialien werden vorab abgestimmt.
Die Fortbildung richtet sich an pädagogische Fachkräfte, Kita-Leitungen und Mitarbeitende in frühpädagogischen Arbeitsfeldern.
Alle wichtigen
Fortbildungsdaten.
Fachliche Impulse, gemeinsame Erprobung und ein konkreter Transfer in Ihre pädagogische Praxis.
Vertiefung und Quellen
Impulse mitnehmen.
Praxis gestalten.
Zahlungsart: Rechnung
