Soziale Gewalt in pädagogischen Einrichtungen
Abwertung, Beschämung und Ausgrenzung erkennen und fachlich handeln: Sie reflektieren Alltagssituationen, üben klare Interventionen und entwickeln Vereinbarungen für eine respektvolle pädagogische Praxis.

Verstehen. Erproben.
Im Alltag anwenden.
Verletzendes Verhalten zeigt sich nicht nur in offenen Auseinandersetzungen. Auch Sprache, Routinen, Machtgefälle und der Umgang mit Überlastung können Kinder und Erwachsene beeinträchtigen. Wir betrachten konkrete Situationen mit Blick auf Kinderrechte, professionelle Verantwortung und Handlungsmöglichkeiten der Einrichtung.
Sie arbeiten mit kurzen fachlichen Impulsen, eigener Erprobung und kollegialem Feedback. Jede Praxisphase wird mit einer Frage zur Umsetzung in Ihrer Einrichtung verbunden.
Das steckt in
dieser Fortbildung.
Sie erweitern Ihr Fachwissen und erproben konkrete Handlungsmöglichkeiten. Die Schwerpunkte werden mit Erfahrungen und Fragen aus Ihrer Praxis verbunden.
Verletzungen erkennen
Grenzverletzungen, Konflikte und strukturelle Belastungen an Beispielen unterscheiden, ohne vorschnelle Diagnosen oder Etiketten zu vergeben.
Erwachsenenrolle reflektieren
Regeln, Zuschreibungen und Entscheidungsmacht im Alltag überprüfen und respektvolle Alternativen entwickeln.
Klar und ruhig handeln
Unterbrechende Sätze, Schutz des betroffenen Kindes und anschließende Klärung in einer sicheren Übungssituation erproben.
Beobachtungen ansprechen
Konkrete Wahrnehmungen beschreiben, Rückmeldungen geben und Verantwortlichkeiten mit Leitung und Träger klären.
Beteiligung ermöglichen
Beschwerdewege, verlässliche Regeln und Mitbestimmung so gestalten, dass sie im Tagesablauf tatsächlich nutzbar sind.
Schutzstrukturen stärken
Die Ergebnisse mit dem bestehenden Schutzkonzept verbinden und überprüfbare nächste Schritte vereinbaren.

Selbst ausprobieren.
Eigene Wege entwickeln.
- Situationskarten sortierenAlltagsszenen auf Verletzungen, Machtgefälle und Handlungsbedarf prüfen und unterschiedliche Einschätzungen besprechen.
- Interventionssätze übenIn kurzen Rollenspielen eine Situation stoppen und den Schutz der betroffenen Person priorisieren.
- FeedbackgesprächEine konkrete Beobachtung im kollegialen Gespräch ansprechen und Rückmeldungen zur Wirkung erhalten.
- Alltagsroutine umgestaltenEine belastende Routine analysieren und eine respektvolle, beteiligungsorientierte Alternative planen.
Was Sie konkret
mitnehmen.
Sie gehen mit selbst erarbeiteten Ergebnissen und einer konkreten Umsetzungsidee in Ihre Einrichtung zurück.
Ein klarer Rahmen.
Viel Raum für Praxis.
Beispielhafter Tagesablauf: 7 UE à 45 Minuten Lernzeit plus insgesamt 45 Minuten Pause. Die Reihenfolge kann an Fragen und Arbeitsprozesse der Gruppe angepasst werden.
Ankommen und Praxisfragen sammeln
Erfahrungen und Erwartungen sichtbar machen. Ein aktivierender Einstieg führt in das Thema und bildet die Grundlage für Ihre persönliche Lernfrage.
Haltung, Begriffe und Alltagssituationen
Wir klären Unterschiede zwischen Konflikt und verletzendem Verhalten und reflektieren die eigene Position als erwachsene Bezugsperson.
Pause
Zeit für Bewegung und informellen Austausch.
Fallwerkstatt: erkennen und unterbrechen
Sie analysieren fiktive Szenen und üben schützende Interventionen. Die Gruppe prüft Verständlichkeit, Wirkung und mögliche nächste Schritte.
Mittagspause
Zeit zum Essen, Erholen und Abstandgewinnen.
Teamwerkstatt: Sprache, Routinen und Beschwerden
Sie bearbeiten eine Routine oder einen Gesprächsfall und entwickeln passende Alternativen und Wege zur kollegialen Rückmeldung.
Ergebnisse testen und kollegial beraten
Sie stellen Ihren Arbeitsstand vor, erhalten gezieltes Feedback und überarbeiten Ihr Ergebnis. Unterschiedliche Lösungen und offene Fragen werden gemeinsam besprochen.
Schutzkonzept und verbindlicher Transfer
Die Ergebnisse werden mit den vorhandenen Strukturen verbunden. Sie planen, wer welche Frage im Team, mit Leitung oder Träger aufgreift.
Fachlich begleitet.
Gemeinsam weiterdenken.
Leitung: Christian Schreck · Staatlich anerkannter Erzieher und Bildungsreferent.
Interesse am Thema und Bereitschaft zum gemeinsamen Ausprobieren. Eigene Praxisfragen sind willkommen. Für die Teilnahme benötigen Sie eine stabile Internetverbindung, einen Computer oder ein Tablet sowie Kamera und Mikrofon. Materialhinweise erhalten Sie vorab.
Die Fortbildung richtet sich an pädagogische Fachkräfte, Kita-Leitungen und Mitarbeitende in frühpädagogischen Arbeitsfeldern.
Alle wichtigen
Fortbildungsdaten.
Fachliche Impulse, gemeinsame Erprobung und ein konkreter Transfer in Ihre pädagogische Praxis.
Vertiefung und Quellen
Impulse mitnehmen.
Praxis gestalten.
Zahlungsart: Rechnung

